|
Die besonders großfüßigen Grabhühner errichten die
weitläufigsten Bauten, die von Vögeln überhaupt errichtet werden. Es gibt Grabhühner, deren Brutstätten aus Laub, Erdreich und Ästen zwölf Meter Durchmesser und fünf Meter Höhe aufweisen!
Das Inselgrabhuhn (Megapodius freycinet) benutzt hingegen nur wenig Laubwerk. Es scharrt eine Sandschicht über die Eier, die einen doppelten Zweck verfolgt, nämlich die Eier warm zu halten und auch vor Feinden zu schützen. Dies sind im wesentlichen Warane und insbesondere Schweine.
Ein ganz außergewöhnliches Brutverhalten einer
anderen Grabhuhnspezies sei hier noch erwähnt. Die Beobachtung geht auf den Kopenhagener Zoologen T. Wolff zurück, die er vor einigen Jahren im Bismarck-Archipel gemacht hat: in den Hängen des dort noch tätigen Vulkanes BANGO fand
er in dem lockeren Tuffboden Gangsysteme von Grabhühnern, die sich über mehrere Quadratkilometer erstrecken! Hier vertrauen die Inselgrabhühner ihre Eier der Erdwärme von ca. 36 Grad C an.
|