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Aves Diagonalis - die schrägen Vögel
Zentrum des Projektes sind die von Kuno Lange und Klaus Jost geschaffenen Vogel-Skulpturen.
Die Skulpturen entstehen als gemeinschaftliche Arbeit beider Künstler in einem gemeinsamen Schaffensprozess. Ausgangsmaterial ist
Stahlblech-Tafeln, die im Vorfeld an einer mächtigen Schlagschere zu verschieden großen und polygonal geformten Stücken geschnitten werden. Aus diesen Vorgaben werden Hohlkörper geschweißt, deren endgültige Form mehr oder weniger spontan entsteht, da die vorhandenen Blechstücke, von denen keines dem anderen gleicht, in loser Folge zusammengesetzt werden.
Aus Struktur und Form der Hohlkörper ergibt sich dann zu irgendeinem Zeitpunkt des Entstehungsprozesses der "Keim" für einen
Vogel. Dieser "Keim" wird dann bis zum jeweiligen Endprodukt herausgearbeitet.
Nach endgültiger Fertigstellung des Vogels wird an
hand ornithologischer Fachliteratur ein zu dem Vogel passender Name gesucht. Die hier schon jetzt festgelegten (z.T. recht bizarr klingenden) Namen sind also kein "Erfindung", sondern sind tatsächlich in der entsprechenden Literatur nachzuschlagen (das trifft auch für die Verbreitungsgebiete und Verhaltensweisen zu).
Das Ausstellungskonzept der "schrägen Vögel" (lat.
aves diagonalis) beruht auf einer imaginären Forschungsreise der Künstler Lange/Jost, wie sie seinerzeit auch von Charles Darwin auf der BEAGLE (1836) unternommen wurde. Die gezeigten Exponate werden als "Mitbringsel" dieser Forschungsreise dargestellt. Ebenso sind Zeichnungen, Statistiken und Landkarten zur Thematik erarbeitet worden. Auch ein Modell des seinerzeit benutzten "Forschungsschiffes" wird ausgestellt. An akustische Darbietungen in Form von elektronisch hergestellten Vogelgesängen ist gedacht.
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